04. + 05.01.16 P.N. Quebrada del Condorito

Thomas springt im Dreieck! Nach langer Internetsuche hatte er eine Gasfüllanlage in der Nähe von Cordoba ausgemacht.
Im Enddefekt finden wir zwei Fabriken, doch Beide weigern sich unsere deutsche Gasflasche zu füllen, trotz mitgebrachter Adapter.

Ich bin bereits an der Tankstelle gefragt worden, ob wir zur Dakar Ralley gehören. Kurz darauf kommen uns die support Autos entgegen. Start war gestern in Buenos Aires.

Die Polizei ist mit Strassenkontrollen sehr present, das haben wir im Süden nie so intensiv erlebt.

Mühsam kämpfen sich Thomas und Zerus durch den dichten Verkehr und die vielen roten Ampeln von Villa Carlos Paz. Kurz darauf beginnt die wunderschöne grüne Bergwelt der Sierras Córdoba. Über Serpentinen schrauben wir uns auf fast 2000m hoch.

Das ca 40.000 ha grosse Schutzgebiet Quebrada del Condorito ist ein wichtiges Brutgebiet für den Andenkondor, der grösste flugfähige Vogel der Erde. Von verschiedenen Aussichtspunkten im Park kann man in die 800m tiefe und 1500m breite Schlucht (quebrada) schauen und vielleicht einen der jungen Kondore bei Flugversuchen beobachten. Allerdings braucht er dazu Sonne, die für gute thermische Strömungen verantwortlich ist.
Im Moment braut sich gerade ein Unwetter über uns zusammen. Tiefe Nebelschwaden ziehen durch die Schlucht hoch und umhüllen uns in einem dichten Flaum.

Der Morgen beginnt wie der Abend geendet hat. Es ist immer noch total nebelig.
Wir haben eine aufregende Nacht hinter uns, sagt Thomas. Die Blitze sind rechts und links von uns runter… Unser armes gefangenes Glühwürmchen blinkte ganz aufgeregt und wurde von Thomas in die Nacht entlassen… Das muss ich irgendwie alles verschlafen haben…

Thomas geht erstmal auf Moskitofang, die Biester müssen sich im Sumpfgebiet bei uns eingenistet haben.

Gegen Mittag lichtet sich der Nebel, eine gute Gelegenheit um zum Aussichtspunkt Balcóne Norte zu laufen. Nach und nach gibt der Nebel eine leichtgeschwungene Hügellandschaft frei.
Eine total irre Stimmung.
Ein wahres Wellness Programm für unsere Haut.

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Den abend läuten wir mit einem netten Gespräch mit Cesar Etchevarne ein, er ist ein Mitarbeiter der Parkverwaltung und spricht recht gut Englisch. Er findet es total witzig, dass wir ihm sein Land erklären.

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