09.02.16 Termas de Churiguaya – Parque Nacional Lauca

Wir haben eine anstrengende Nacht hinter uns. Thomas musste viermal raus auf Toilette und hatte Atembeschwerden. Der Wind blies Schwefelschwaden direkt in unsere Richtung. Das hatte mit dem Duft der grossen weiten Welt nicht viel zu tun.

Am Nachthimmel sahen wir Laserstreifen schweifen. Gestern war Rosenmontag (Karneval)! Oruso in Bolivien wird in einem Atemzug mit Rio in Brasilien genannt. Wohl auch eine Karnevalshochburg.

Der Altiplano umschliesst geographisch die Südamerikanische Hochlandfläche Westboliviens, Südperus und Nordchiles. Die durchschnittliche Höhe liegt zwischen 3600 und 4700m.

Das Reserva Nacional Las Vicuñas geht über in den Parque Nacional Lauca, eine baumfreie Hochgebirgswüste, seit 1981 Biosphärenreservat der UNESCO.

Die Strasse (A-95) weiterführend nach Parinacota ist ein einziger Rübenacker!!!

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Der dampfende Riese Guallatire (6063m) ist einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Eine von Weiten sichtbare Schwefelfumarole hängt wie eine Fahne über dem Gipfel. Im Inneren schlummern gewaltige Kräfte, seit 1825 gab es nicht weniger als vier starke Ausbrüche, der letzte 1985.

Doch heute trägt er einen dicken Regenmantel…

Bolivianischer Winter olé. Genau – draussen hat es 8 Grad.

Der perfekt geformte Vulkankegel des Parinacota wird zu den schönsten der Erde gezählt. Sein Kraterschlund hat einen Durchmesser von 650m bei einem Umfang von 2,3km.
Doch auch er hält sich vermummt. Schade…

Das kleine Aymara-Dorf Parinacota (4500m) liegt am Fuss des gleichnamigen Vulkanes.
Parina Quta = Lagune der Flamingos
Auch hier wurde gestern Karneval gefeiert, wir werden noch nachträglich mit Luftschlangen behängt.

Der Chungara (4570m) zählt zu den höchst gelegensten Süsswasserseen der Erde. In seinem Wasser spiegeln sich die Andenvulkane Parinacota (6342m), Pomerape (6282m) und Sajama (6542m), der zu Bolivien gehört.
Auch das bleibt uns verwehrt…

Die Teerstrasse von Parinacota bis zum Chilenischen Polizeiposten kurz vor der Grenze nach Bolivien ist in einem äusserst massiv schlechten Zustand!!!

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Die Termas de Churiguaya (4450m) sind recht gut ausgebaut.

Zum Sonnenuntergang besteigen wir den Hügel hinter unserem Übernachtungsplatz und werden mit einer tollen Aussicht belohnt.

Die drei Jungs Vulkan Pomerape, Parinacota und Guallatiri erbarmen sich unser und lüften ein wenig ihr Wolkenkleid.

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Apachetas sind „andine Pforten“ (Steinmännchen), die den Weg weisen, Kraft geben und beschützen sollen. Kommen Einheimische hier vorbei, erbitten sie den Zutritt und danken für einen sicheren Weg. Als Geste werden die Steine geküsst und mit Wasser bespritzt – zu Ehren Pachamama (Mutter Erde) und der Apus (Gottheit der Berge).

Mitten in der Nacht meint Thomas, dass die Erde bebt. Ich habe nix davon mitbekommen. Mich könnte man einfach so weg tragen…

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