22. + 23.02.16 Laguna Verde am Paso San Francisco

Wir verabschieden uns von der Küste in östlicher Richtung auf der Ruta CH-13.

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Unser Riss in der Forderscheibe mochte das raue Küstenklima nicht und hat sich vor ein paar Tagen verstelbstständigt.

Der grosse Strand von Chañaral war bis 1920 wesentlich kleiner. Dann begannen die beiden grossen Kupferminen El Salvador und Potrerillos ihre Abraumhalden oberhalb des Rio Salado zu deponieren, angeblich 320 Millionen Tonnen verseuchten Sandes.
1988 wehrten sich erstmals in der Geschichte Chiles die Bürger gegen die Firma Codelco, mit dem Ergebnis, dass der Sand abgetragen und in der Wüste entsorgt werden musste.

Die Flut des Rio Salado muss extrem heftig gewesen sein. Nicht nur Teile von Chañaral wurden zerstört, auch die Ortschaften weiter oben, El Salado und Diego de Almargo, sind betroffen.
Das breite Flussbett lässt erahnen, was sich abgespielt hat und ein Blick auf die Landkarte tut das Übrige.
Ab Diego de Almargo ist die Ruta CH-13 für 90km eine einzige Baustelle.

Eine Querung von Ost nach West bedeutet, dass wir wieder einmal mehere Pässe zu bewältigen haben.

Die El Salvador Mine beschehrt uns eine gute Salzstrasse, die sie als Zugang zu La Ola benötigt, wo ihr Trinkwasser gepumpt und mit LKW abtransportiert wird.

Was ist das für eine phantastische Landschaft hier oben, sanft geschwungene Hügel (Abraumhalden???) leuchten in allen möglichen Farben.

3000m – 3445m – 3683m – Passhöhe erreicht

Der Salar de Pedernales (30.000 ha) liegt auf 3350m, ist für uns aber leider nicht zugänglich, da nur mit 4*4 befahrbar.

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Das Altiplano hat uns wieder 🙂

Die Grenzstation für die Ausreise aus Chile befindet sich am Salar de Maricunga, dort wo die Ruta Ch-31 und C-173 zusammen kommen.
Eigentlich hätten wir hier für die Nacht stehen bleiben sollen!
Doch wir machen etwas sehr unvernünftiges und fahren hoch zur Laguna Verde (4325m) kurz unterhalb vom Paso San Francisco.

Und – wie sollte es anders sein – die berühmt, berüchtigten Passüberquerungen dürfen nicht fehlen!!!

Auf 4611m haben wir eine tolle Sicht auf den höchsten Vulkan der Erde, dem Ojos de Salado (6893m)

Und dann geht es abwärts zur türkisfarbenen, mit weissen Salzkrusten umrandeten Laguna Verde. Direkt am Seeufer gibt es eine kleine überdachte Termalquelle, sowie mehere offene Pools.

Am morgen können wir einen kleinen Spaziergang am Seeufer unternehmen, doch das Wetter schlägt schnell um.

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Es hagelt sogar. Die Nacht war mit 4 Grad Minimumtemperatur schon recht knackig.

Nachdem es den ganzen Nachmittag geregnet hat, bekommen wir zum Sonnenuntergang einen Regenbogen präsentiert.

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