Reserva Nacional Malalcahuello-Nalcas / Cráter Navidad

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Kurz hinter Malalcahuello biegen wir nach links Richtung Reserva Nacional Malalcahuello-Nalcas ab. Plötzlich ist die dichte Vegetation zu Ende und vor uns ragt der 2865m hohe, akurat kegelförmige, Vulkan Lonquimay in einer schwarzgrauen Wüstenlandschaft aus Asche und Sand auf.

Hinauf zum Cráter Navidad geht es über die Ostflanke des Vulkans. Wir finden einen tollen Stehplatz am Aussichtspunkt auf 1850 m (leider ist hier am Nachmittag sehr viel Betrieb…). Eine grandiose Kulisse bilden die Vulkane Lonquimay, Tolhuaco, Callaqui und Cophue, die alle offiziell noch aktiv sind.

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Der Krater Navidad (=Weihnachten), aus dem der Lonquimay zuletzt am 25.12.1988 spukte, befindet sich an der Nordost-Seite. Die Eruption dauerte 13 Monate und begann mit einer 9000m hohen Säule aus Asche und Gas, während sich die Lava über eine Strecke von 10km und einer Höhe von 60m ergoss.

Der Vulkan Lonquimay war über die letzten Jahrhunderte sehr aktiv (1853, 1887-90, 1933, 1940, 1988-90)

Eine einfache, doch anstrengende Wanderung führt uns hinauf zum Kraterrand des Navidad. Die Landschaft erinnert uns den Planeten Mars. Reste von Magma und Asche lassen alles in einen rötlichen Schein tauchen. Der Geruch nach Schwefel, kleine Rauchwolken überall… wir werden das Gefühl nicht los der Vulkan lebt.

Auszug aus dem Reiseführer „Chile und die Osterinsel“ vom Verlag Reise Know-How (Seite 123)

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An der Südamerikanischen Pazifikküste trifft eine ozeanische Platte (Nazca-Platte) auf eine kontinenttragende, genannt Subduktion, was bedeutet, dass sich die eine Platte unter die andere schiebt.

Die dünnere ozeanische sinkt wegen ihres höheren spezifischen Gewichts ab und schiebt sich mit großem Druck unter die Festlandplatte bis hinab in die Asthenosphäre.

Zunehmender Druck und Hitze bringen das Gestein mehr und mehr zum Schmelzen, gleichzeitig führt die Kollision der beiden Platten zu Stauchungen, Verformungen und Verkrustungen. Überall bricht die Erde auf, und entlang dieser tektonischen Bruchzonen dringt Magma nach oben.

Daher sind auch große Teile der Anden aus vulkanischen Gestein aufgebaut. „The Pazifik ring of fire

Am Nachmittag fahren wir zurück zum Campingplatz beim Hotel Suizandina.

2 thoughts

  1. Wow! Sieht einfach toll aus! Macht spaß eure Abenteur mit zu erleben. Irgendwann kommen wir auch mal mit (wenn wir dürfen 😊)

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